Damit trans* kein Thema mehr ist, Miss Germany Studios GmbH & Co. KG, Pressemitteilung

Die 22-jährige Laurén Kaczmarczyk steht im Halbfinale von Miss Germany 2023, einem Format, bei dem ursprünglich Frauen um den Titel in der Schönheit kämpften, etwa im Bikini laufen. Heute sagen die Veranstalter selbst: Miss Germany[…] eine Plattform für Frauen, die sich vernetzen und Verantwortung übernehmen wollen.

Die bei Hannover ansässige Atem-, Sprech- und Stimmprüfungslehrerin hat bei dem Wettbewerb ein ganz klares Anliegen: Sie möchte als Frau als Repräsentantin der LGBTQ*-Community gesehen werden, nicht ständig auf ihr Trans*-Sein eingeengt und angesprochen werden . „Sobald die Leute erfahren, dass ich trans bin, stellen sie meist intime, persönliche und unangemessene Fragen“, sagt die 22-Jährige. Sie hat es satt, dass Trans*-Menschen im gesellschaftlichen Leben oft sexualisiert und auf ihre Geschlechtsidentität reduziert werden. „Ich bin so viel mehr als meine Transidentität. Ich möchte für meine Handlungen und Beziehungen geschätzt werden, nicht dafür, dass ich trans bin”, sagt Kaczmarczyk. Ihr ist es wichtig, die Darstellung von Trans*-Menschen zu korrigieren, da ihrer Meinung nach Themen wie Diversität und Queerness derzeit obsessiv als Schaufenster für ein vermeintlich tolerantes und freies Deutschland missbraucht werden. Die ursprüngliche Idee der queeren Community, die unabhängig von Geschlecht und Sexualität in Freiheit, Akzeptanz und Toleranz lebt, wird laut Kaczmarczyk nicht berücksichtigt. Diese ursprüngliche Intention führte in den 1970er Jahren zum Christopher Street Day (CSD), der auch hierzulande bekannt ist: „Frauen wie Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera waren selbstbewusste Aktivistinnen und starke Stimmen in der Gay-Liberation-Bewegung. “, beschreibt sie. „In den 1970er Jahren, teilweise beflügelt durch die AIDS-Epidemie, wurde die Polizei extrem gewalttätig und diskriminierend gegenüber queeren Menschen, insbesondere schwarzen Trans*-Frauen. Diese Menschen wollten nur ein freies und akzeptables Leben.

Auch Lesen :  Tarifkonflikt bei der Post: Streiks sollen den dritten Tag in Folge andauern

Wie sie selbst sagt, will Kaczmarczyk diese grundlegende Eigenschaft – das Recht auf Menschsein – beschleunigen. „Für mich ist es eher ein zweitrangiges Anliegen der Erleuchtung. Wir sind über diesen Punkt hinaus. Mir geht es um die Festigung des Grundwissens in unserer Gesellschaft.“ Dieses Wissen will sie auch durch die Vergabe von 25.000 Euro Fördergeldern fördern, die der diesjährige Staffelsieger in Gesamtschulen und in der medizinischen Berufsausbildung erhält. „Hätte man mir, auch nur als Randbemerkung im Biologieunterricht, gesagt, dass es Trans*-Menschen und die Möglichkeit der Körpermodifikation in der Transition gibt, wäre ich ziemlich durchgedreht. Einerseits ist es ein Kampf mit sich selbst, den man austrägt, und dann gibt es einen Kampf mit der Außenwelt, erklärt Kaczmarczyk. Die Miss-Germany-Halbfinalistin versucht, das komplett aus dem Bild zu halten, auch wenn es für sie wie eine Utopie klingt. „Eines Tages würde ich gerne mit einem Fremden sprechen und einfach sagen können: ‚Hi, ich bin Lauren!‘ Und sie sagen: ‚Hi, Lauren, schön, dich kennenzulernen.‘“

Auch Lesen :  Start von „Deutschland sucht den Superstar“ – Startdatum, Sendetermine, TV, Stream, alle Infos

Fotos von Lauren (Beachten Sie die Credits im Titel)

https://www.dropbox.com/scl/fo/y1gesil83hmt66mfyucd3/h?dl=0&rlkey=rpzfnrzuesqypcdsjet1ngeoq

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button